EINE GUTE GRUNDLAGE
Eine gute Grundlage ist die halbe Miete, besonders wenn es um Make-up geht. Beginne mit einem guten Reinigungsprodukt und befolge anschließend die folgenden Schritte. Das klingt nach einer ziemlichen Arbeit, ist es aber nicht. Außerdem lohnt es sich wirklich.
- Verwende zweimal täglich ein mildes Reinigungsmittel.
- Verwende 2–3 Mal pro Woche ein mildes Peeling oder einen Exfoliator. Das hält die Haut strahlend und sorgt dafür, dass Seren und Cremes besser wirken.
- Trage ein Serum auf, um die Haut gezielt zu pflegen und beispielsweise Pigmentflecken, Falten, feuchtigkeitsarme Haut oder Rötungen zu bekämpfen.
- Tagescreme.
- Lichtschutzfaktor (SPF).
Abends kannst du diese Pflegeroutine gegebenenfalls mit ein paar Tropfen Gesichtsöl abschließen. Das versiegelt die feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe in der Haut. Ein- bis zweimal pro Woche eine Gesichtsmaske macht zudem einen echten Unterschied. Ist die Haut sehr trocken, sind sogenannte Sheet-Masken empfehlenswert.
PRIMER
Sowohl für die Augenlider als auch für die Lippen und die Haut gilt: Verwende immer einen Primer. Er wirkt wie Shapewear für das Gesicht und kann dich wirklich jünger aussehen lassen. Ein Primer füllt sozusagen feine Fältchen auf und glättet die Haut, sodass das Make-up schön auf der Haut haftet.
FOUNDATION
Bei reiferer Haut gilt definitiv: Weniger ist mehr. Zu viel Foundation und Concealer lenken die Aufmerksamkeit auf feine Fältchen. Trage sie daher nur dort auf, wo es nötig ist. Das Schöne an Foundation ist, dass du damit der Haut wieder Farbe und Tiefe verleihen kannst, wodurch sie weniger matt wirkt.
Da reife Haut oft auch etwas trockener ist – was auf den Rückgang des Östrogenspiegels zurückzuführen ist –, solltest du am besten nach Foundations suchen, die die Haut nicht nur verschönern, sondern auch mit Feuchtigkeit versorgen. Meistens verrät schon der Name der Foundation, um welche Art es sich handelt.
Foundations mit den Begriffen „matte“, „velvet“ und „long-wearing“ sind oft etwas deckender und eignen sich vor allem für fettige – oder sehr junge – Haut. Foundations, auf deren Verpackung „light“, „glow“, „hydrating“ und „luminizing“ steht, sind etwas transparenter und sorgen für den strahlendsten Effekt.
Vermeide pudrige, schwere und mattierende Foundations. Mische einen Tropfen Gesichtsöl unter deine Foundation, um sie transparenter zu machen. Dadurch wirkt sie natürlicher und die Haut wird sofort gut mit Feuchtigkeit versorgt.
Tipp: „Achte auch genau auf den Unterton deiner Foundation. Ist dieser zu rosa, betont er Rötungen und geplatzte Äderchen. Foundations mit einem warmen, goldenen oder gelben Unterton sorgen für den strahlendsten Effekt.“
GLANZ
Eine schwere Foundation ist für reife Haut ein absolutes No-Go. Mehr noch: Vor allem im Frühling ist sie oft gar nicht nötig. Eine zu matte, stumpfe Haut wirkt älter, verwende daher lieber Bronzer statt Puder, um die Haut strahlender wirken zu lassen.
Du kannst auch mit Highlightern spielen, um Lichtakzente in deinem Gesicht zu setzen. Trage sie jedoch niemals auf Falten auf; das betont diese nur noch mehr. Ein guter Make-up-Trick mit Lifting-Effekt: Trage einen Highlighter in dem Bereich auf, der vom Wangenknochen über den äußeren Augenwinkel in Richtung Schläfe verläuft.
Indem du diesen Bereich „aufhellst“, erzielst du einen sofortigen Lifting-Effekt. Deine Wangenknochen und Augen wirken höher.
CONCEALER
Concealer eignen sich ideal, um Schatten unter den Augen und an den Nasenflügeln zu kaschieren sowie Hautunreinheiten zu überdecken, aber auch hier gilt: Verwende nicht zu viel. Es ist besser, gar nichts zu verwenden als zu viel.
Genau wie Foundation setzt sich Concealer schnell in den Fältchen ab. Bei bläulichen Augenringen verwendest du ein Abdeckprodukt mit einem pfirsichfarbenen oder orangefarbenen Unterton.
Bei rötlichen Augenringen wählst du ein Produkt mit einem gelben oder beigen Unterton. Am besten eignet sich ein Concealer mit cremiger Textur, der genau einen Ton heller ist als deine Haut.
WIMPERN & AUGENBRAUEN
Volumen-Mascara klingt gut, aber wenn die Wimpernhaare etwas dünner und brüchiger geworden sind, eignen sich sogenannte Verlängerungs-, Schwung- oder Defining-Mascaras besser. Volumen-Mascaras sind für diese Härchen zu schwer, wodurch sie verklumpen und herunterhängen.
Formen Sie die Wimpern zunächst mit einer erwärmten Wimpernzange, um einen Wow-Effekt und einen schönen, offenen Blick zu erzielen. Schmale Augenbrauen lassen älter wirken, zupfen Sie sie also nicht zu stark. Obwohl volle Augenbrauen absolut im Trend liegen, können sie den Blick auch schwerfällig wirken lassen.
Verwenden Sie ein Augenbrauenpuder – keinen Augenbrauenstift –, um einen besonders sanften Effekt zu erzielen. Das sorgt für ein schönes, jugendliches Aussehen.
AUGEN-MAKE-UP
Je älter man wird, desto mehr sollte man auf Helligkeit achten. Dunkle Make-up-Töne wie Schwarz und Grau wirken bedrückend. Entscheide dich lieber für Bronze-, Gold- und Pfirsich-Töne, um mehr Licht ins Gesicht zu bringen. Mit diesen Tönen lassen sich zudem wunderschöne Smokey Eyes schminken. Entscheide dich lieber für matte Farben. Zumindest, wenn es um Lidschatten geht.
Glitzer und Schimmer wirken festlich, setzen sich aber leicht in den Fältchen ab. Matter Lidschatten eignet sich besser, aber setze dennoch einen Lichtakzent in den Augenwinkeln, zum Beispiel mit einem cremigen Lidschatten in Gold oder Champagner, um die Augen zu öffnen. Vermeide harte Linien und flüssige Eyeliner. Verblende das Make-up leicht, indem du nach dem Auftragen mit einem Make-up-Pinsel, einem sogenannten Blender Brush, kreisende Bewegungen über die Haut machst.
SANFTE ROUGE-AKZENTE
Der Volumenverlust im Gesicht hat auch Vorteile. Die Wangenknochen treten nämlich deutlich besser hervor. Betone dies, indem du das Rouge nicht auf die Wangenmitte, sondern direkt auf die Wangenknochen aufträgst.
Eigentlich so, wie man es schon in den Achtzigerjahren gemacht hat. Entscheide dich diesmal jedoch für ein zartes Creme-Rouge in Korallen- oder Rosatönen anstelle von Puder und verblende es nach außen hin, damit keine harten Linien zurückbleiben.
LIPPEN
Verwende auch beim Auftragen von Lippenstift eine Grundierung. Das verhindert das Verlaufen und sorgt dafür, dass das Produkt länger hält. Eine verwischte Lippenkontur betonst du mit einem Lippenstift, den du leicht verwischst. Entscheide dich für cremige oder glänzende Lippen in frischen, hellen Farben.
Vermeide matten oder metallischen Lippenstift. Gegebenenfalls kannst du auch einen Lipgloss mit Satin-Glanz über einem matten Lippenstift auftragen. Helle Farben lassen deine Lippen voller wirken, dunkle Farben lassen dich älter wirken und deine Lippen dünner erscheinen.
Das heißt aber nicht, dass du keine kräftigen Farben verwenden kannst. Die beste Wahl ist eine Farbe, die zwei Nuancen dunkler ist als deine eigene. Achtung: Farben mit einem orangefarbenen oder gelben Unterton lassen deine Zähne gelber wirken. Durch Farben mit einem blauen oder violetten Unterton wirken deine Zähne weißer.
LACKIERTE NÄGEL
Älter werdende Hände können etwas sehr Charmantes haben. Außerdem solltest du wissen, dass Nagellack in tiefen Farbtönen von Falten und Äderchen ablenkt. Wenn du deine Nägel selbst lackierst, trage immer einen Überlack mit Gel-Effekt auf. Das verleiht den Nägeln einen professionellen Glanz. Außerdem hält der Nagellack mit etwas Glück so mindestens eine Woche lang wirklich schön.
Verzichte auf feuerroten und metallischen Nagellack, Kunstnägel und zu lange, spitze Nägel; diese lassen dich nur älter wirken. Mit hellen Farbtönen wie Nude, Beige und Pastelltönen liegst du immer richtig.
Wenn du alle Schritte befolgt hast, sieht deine reifere Haut wieder frisch und strahlend aus!
Strahlende Grüße, Sandra
