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Foundation; fast jeder hat sie zu Hause. Es ist eines der am häufigsten verwendeten Kosmetikprodukte. Das schönste und natürlichste Ergebnis erzielt man, wenn die Foundation perfekt zum eigenen Hautton passt, doch vor Jahrhunderten – und auch heute noch in bestimmten Teilen der Welt – war genau das nicht die Absicht.

Auch hier waren die alten Ägypter die Allerersten, die Make-up verwendeten. Wir sprechen hier von Tausenden von Jahren (5000 bis 10.000 Jahre) vor Christus. Sowohl Männer als auch Frauen benutzten Make-up. Damals wurde ein ockergelbes Puder verwendet, das mit etwas Wasser zu einer gelben Flüssigkeit vermischt wurde. Mit einem Leinentuch wurde dies dann auf Gesicht, Hals und Arme aufgetragen. Dies taten sie, um die Haut aufzuhellen, aber auch, weil der gelbe Farbton zu dieser Zeit in Mode war. Auch Männer verwendeten diese gelbe Foundation, aber manchmal wählten sie eine dunklere Foundation mit einem orangefarbenen Unterton.
Zur gleichen Zeit wie die alten Ägypter wurde auch anderswo auf der Welt nicht um Make-up herumgemacht. Die Babylonier verwendeten eine Mischung aus weißem Blei, um das Gesicht damit einzuschmieren. Auch in Indien hellte man das Gesicht mit Blei auf.
Und wieder bei den alten Griechen und Römern gab es damals vor allem Produkte, um Wangen und Lippen mit einer bronze-/roten Farbe zu färben. Auch hier bevorzugte man ein helleres Gesicht, daher wurde es mit weißem Blei eingeschmiert. Besonders die Frauen taten dies täglich und schon in jungen Jahren, wodurch es regelmäßig vorkam, dass sie frühzeitig an Bleivergiftung starben. Diese helle, weiße Haut blieb auch Jahrhunderte danach noch in Mode. Es bedeutete, dass man aus reichem Hause stammte, denn nur Frauen aus reichem Hause mussten nicht draußen in der Sonne arbeiten und konnten daher nie einen gebräunteren Teint bekommen.
Zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts (1806) änderte sich etwas bei den Foundations, und der natürliche Look schien in Mode zu kommen. Weiße Gesichter mit runden, roten Kreisen als Rouge; diese Zeit war vorbei. Frauen hörten nicht auf, Make-up zu verwenden, aber es durfte einfach nicht mehr so auffällig sein. Alles drehte sich um Subtilität. Mehr noch, das Tragen von Make-up galt damals als Tabu, also taten Frauen es heimlich. Selbst ihre Männer wussten nichts davon. Der Natur-Trend setzte sich fort, aber mit der Zeit begann man wieder zu akzeptieren, dass Make-up verwendet wurde. Frauen mussten es nicht mehr heimlich tun, aber es wurde immer noch nicht geschätzt, wenn man zu viel Rouge oder zu dunkle Lippen trug.
Elizabeth Arden brachte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts (1910) ein Grecian Face Enamel heraus. Dies war eine Foundation, erhältlich in zwei Farben: einem strahlenden hautfarbenen Teint oder einem hellrosa Elfenbeinton. Und 1914 kam Max Factor mit dem ersten „Pancake – Make-up“. Dies waren die ersten Produkte, die die Haut in der Farbe des eigenen Hauttons ebenmäßig machen sollten.
In den letzten 100 Jahren hat die Kosmetikindustrie viele Entwicklungen durchgemacht. Mittlerweile gibt es sehr viele Marken von Foundations auf dem Markt in vielen verschiedenen Nuancen, sodass jeder seinen passenden Farbton wählen kann. Auch wird jetzt das Hautbild berücksichtigt. Es gibt jetzt Foundations für junge Haut, reife Haut, trockene und fettige Haut. Selbst für empfindliche Haut gibt es Foundations, die keine schädlichen Stoffe mehr enthalten, die früher verwendet wurden.
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