Welche Sonnencreme für Babys ist die beste für mein Kind?
Ein Baby hat eine sehr empfindliche Haut und hat noch keine eigene Schutzschicht in der Haut aufgebaut, wie wir Erwachsenen sie in Form einer leicht gebräunten Haut haben. Unsere Bräune ist nämlich der natürliche Schutz deiner Haut vor den schädlichen Einflüssen der Sonne. Du musst dein Baby also noch gründlicher mit Sonnencreme eincremen als dich selbst!
Allerdings ist es sinnvoller, Babys unter 12 Monaten lieber vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Also lieber gemütlich im Schatten entspannen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dein Baby keinen Sonnenbrand bekommen kann. Auch im Schatten gibt es UVA- und UVB-Strahlung. Es ist daher wichtig, dass du die Haut deines Neugeborenen optimal mit Baby-Sonnencreme schützt, aber denke auch an UV-schützende Kleidung und einen Hut oder eine Mütze.
Babysonnencreme mit natürlichen oder chemischen Filtern?
Wie wir oben bereits erwähnt haben, ist es sehr wichtig, dein Baby gut mit Sonnencreme einzureiben, aber welche Sonnencreme solltest du wählen – eine mit chemischen oder mit natürlichen Filtern? Wir erzählen dir hier alles darüber!
Man kann zwischen chemischen und mineralischen Filtern unterscheiden, also zwischen chemischer und natürlicher Sonnencreme.
Chemische UV-Filter dringen in die Haut ein, wo die UV-Strahlung absorbiert wird. Die dadurch ausgelöste Hautreaktion sorgt für den Sonnenschutz. Der Nachteil chemischer Filter ist, dass die Hautreaktion bei Kindern und bei empfindlicher Haut zu einer allergischen Reaktion führen kann. Dies kann einen roten Ausschlag zur Folge haben. Einen chemischen Filter erkennst du unter anderem an folgenden Inhaltsstoffen: Oxybenzon, Octylmethoxycinnamat, Octocrylen und Avobenzon.
Ein mineralischer/natürlicher UV-Filter wirkt wie eine Art Spiegel auf der Haut. Die Sonnencreme besteht in diesem Fall aus Mineralien, häufig Zinkoxid und/oder Titandioxid. Diese werden auch oft in Windelcremes verwendet, um eine kühlende Schicht auf geröteten Po zu bilden. Kurz gesagt: Sobald man die Creme aufträgt, ist man geschützt – keine Hautreaktionen, keine Einwirkzeit. Deshalb werden natürliche UV-Filter oft für die empfindliche Haut von Kindern verwendet.
Wie verwende ich eine natürliche Baby-Sonnencreme?
Die meisten mineralischen UV-Filter hinterlassen einen weißen Film auf der Haut – ein kleines weißes Babygespänchen sieht zwar ganz niedlich aus, ist aber nicht immer erwünscht. Deshalb haben wir für die natürliche Sonnencreme von Naïf eine Formel mit natürlichen Ölen wie Kokosöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl entwickelt, wodurch sich die Creme gut verteilen lässt und keinen weißen Schleier hinterlässt. Das Eincremen muss übrigens nicht allzu dick sein; wenn die Sonnencreme klumpt, verwende beim nächsten Mal einfach etwas weniger.
Auf der Babyhaut kann das leicht passieren, da diese fettiger ist als die Haut eines Erwachsenen. Oft werden wir gefragt, ob die Naïf-Sonnencreme für Neugeborene geeignet ist. Ja, das ist möglich – aber bedenke, dass die Sonnencreme etwas länger auf der Haut verbleibt. Da man die Haut eines Babys nicht kräftig einreiben sollte, empfehlen wir, in den ersten Wochen noch ganz kurz zu warten.
Welchen Lichtschutzfaktor (LSF) wählst du für eine Baby-Sonnencreme?
Da die Haut eines Babys natürlich noch an nichts gewöhnt ist und noch keine Pigmentierung aufgebaut hat, solltest du sie so gut wie möglich schützen. Da keine Sonnencreme einen 100-prozentigen Schutz bieten kann, solltest du den höchsten Lichtschutzfaktor wählen, nämlich 50. Dieser schützt zu mindestens 98 %. Der Lichtschutzfaktor bestimmt, wie lange dein Kind in der Sonne bleiben kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, doch dies ist von Person zu Person unterschiedlich. Helle Hauttypen verbrennen schneller als dunkle Hauttypen. So kannst du den Lichtschutzfaktor später gegebenenfalls reduzieren.
Wie viel Baby-Sonnencreme muss man auftragen?
Die KWF empfiehlt 7 Teelöffel Sonnencreme pro Eincrement:
1 Teelöffel Baby-Sonnencreme für Gesicht und Hals
2 Teelöffel Baby-Sonnencreme für Arme und Schultern
2 Teelöffel Baby-Sonnencreme für Brust, Bauch und Rücken
2 Teelöffel Baby-Sonnencreme für Beine und Füße
Wiederholen Sie dies alle 2 Stunden. So schützen Sie die Haut Ihres Neugeborenen am besten mit Sonnencreme.
Wenn du dich sicher sonnen möchtest, suche dir rechtzeitig selbst einen schattigen Platz. Und halte dich zwischen 12:00 und 15:00 Uhr unbedingt von der Sonne fern.
Tragen Sie nach dem Sonnenbaden immer eine After-Sun-Pflege auf, um die Haut zu kühlen und einen Sonnenbrand zu verhindern.
Quelle: KWF Kankerbestrijding
Häufig gestellte Fragen zum Thema Sonnenbrand bei Babys
Ab welchem Alter darf ich mein Baby mit Sonnencreme eincremen? Hautexperten raten dazu, Babys unter 6 Monaten durch Schatten und Kleidung vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Musst du trotzdem nach draußen? Dann creme ab der Geburt nur die unbedeckten Stellen (wie Hände und Gesicht) dünn ein. Ab 6 Monaten cremst du die unbedeckte Haut vollständig ein.
Muss ich mein Baby auch eincremen, wenn wir im Schatten bleiben? Ja, auf jeden Fall. Wolken, Sonnenschirme und Bäume halten nicht die gesamte UV-Strahlung ab. Außerdem reflektieren Sand, Wasser und Beton die Sonnenstrahlen, sodass dein Baby auch im Schatten einen Sonnenbrand bekommen kann
Was ist der Unterschied zwischen einem mineralischen (physikalischen) und einem chemischen Filter?
Mineralische Filter (wie Zinkoxid oder Titandioxid) bilden eine Schicht auf der Haut und reflektieren das UV-Licht direkt. Dies ist die sicherste Wahl für Babys, da sie nicht in die Haut eindringen und sofort Schutz bieten.
Chemische Filter dringen in die Haut ein und absorbieren die Strahlung. Dies kann bei einem Baby schneller zu Reizungen oder einer allergischen Reaktion führen.
Worauf muss ich beim Kauf von Sonnencreme für Babys achten? Wählen Sie eine parfümfreie, hypoallergene Creme ohne Alkohol, um Hautausschläge zu vermeiden. Achten Sie außerdemdarauf, dass die Verpackung sowohl vor UV-A-Strahlung (Hautalterung und -schäden) als auch vor UV-B-Strahlung (Sonnenbrand) schützt. Dies wird oft mit dem Begriff„Breitbandschutz“ bezeichnet.
Wie oft und wie dick muss ich die Creme auftragen? Cremen Sie das Baby alle 2 Stunden erneut ein sowie unmittelbar nach dem Schwimmen oder Abtrocknen (auch bei wasserfester Sonnencreme). Tragen Sie eine großzügige Schicht auf; ein zu dünner Auftrag verringert den Lichtschutzfaktor drastisch. Cremen Sie Ihr Kind vorzugsweise 20 bis 30 Minuten ein, bevor Sie nach draußen gehen.
Ersetzt UV-Kleidung das Eincremen mit Sonnencreme? Teilweise. Spezielle UV-schützende Kleidung und ein Sonnenhut bieten hervorragenden Schutz für den Körper. Die Körperteile, die aus der Kleidung herausragen (Hände, Füße, Gesicht und Nacken), müssen Sie dennoch sehr gründlich eincremen
Darf ich ein hydrophiles Tuch über den Kinderwagen legen, um ihn vor der Sonne zu schützen? Nein, tun Sie das niemals. Ein Tuch über dem Kinderwagen unterbricht die Luftzufuhr. Dadurch kann die Temperatur im Kinderwagen innerhalb einer halben Stunde auf tropische Werte (über 30 Grad) ansteigen, was für ein Baby lebensgefährlich ist. Verwenden Sie stattdessen immer einen speziellen Sonnenschirm oder einen UV-schützenden Sonnenschutz, der an den Seiten offen ist.