In der Kosmetikbranche hört man heutzutage häufig den Begriff „hypoallergen “. Aber was bedeutet das eigentlich? Es bedeutet, dass das Produkt so wenig Allergene wie möglich enthält, sodass man bei normaler Haut davon ausgehen kann, dass man durch das Produkt kaum eine allergische Reaktion entwickeln wird.
Das bedeutet jedoch noch nicht, dass man davon keine allergischen Reaktionen bekommen kann!! Es ist nämlich keine Garantie dafür, dass Kosmetikprodukte mit der Bezeichnung „hypoallergen“ bei bestimmten Hauttypen keine allergischen Reaktionen auslösen können. „Hypo“ bedeutet nämlich „weniger“ und nicht „gar nicht“.
Bei empfindlicher Haut empfiehlt es sich, ein Produkt immer zuerst an der Innenseite des Ellenbogens zu testen, um festzustellen, ob es eine Allergie auslöst oder nicht!!
Häufig gestellte Fragen zu hypoallergener Hautpflege
Was bedeutet „hypoallergen“ genau?Es handelt sich um einen Marketingbegriff, der angibt, dass das Produkt ohne die bekanntesten Allergene formuliert wurde. Achtung: Es istkein geschützter Begriff, daher dürfen Hersteller diese Angabe ohne strenge Prüfung selbst auf ihre Verpackung drucken.
Ist es für jeden zu 100 % sicher?Nein. Jeder kann gegen einen bestimmten Stoff allergisch sein. Selbst natürliche Inhaltsstoffe wie Aloe Vera oder Kamille können bei manchen Menschen eine Reaktion auslösen.
Was ist der Unterschied zu „duftfrei“?Ein Produkt kann hypoallergen sein und dennoch einen dezenten Duft der Grundinhaltsstoffe aufweisen. „Duftfrei“ oder„parfümfrei“bedeutet, dass keine zusätzlichen Duftstoffe zugesetzt wurden (oft die Hauptursache für Hautreizungen).
Welche Inhaltsstoffe werden vermieden?Meistens sind keineDuftstoffe, Farbstoffe, bestimmte Parabene oder aggressive Konservierungsstoffe (wie Methylisothiazolinon) enthalten.
Sind Naturprodukte immer hypoallergen?Im Gegenteil. Natürliche Extrakte undätherische Öle(wie Lavendel oder Zitrusfrüchte) enthalten oft starke Allergene, die empfindliche Haut gerade erst reizen können.
Sind darin häufiger Konservierungsstoffe enthalten?Manchmal sogar weniger oder mildere Varianten. Das bedeutet, dass hypoallergene Produkte manchmal einekürzere Haltbarkeithaben als herkömmliche Hautpflegeprodukte.
Wann sollte ich umsteigen?Wenn du nach dem Eincremen unter geröteter, schuppiger oder juckender Haut leidest oder wenn bei dirEkzemoder eine Kontaktallergie diagnostiziert wurde.
Kann ich sie mit Wirkstoffen (wie Retinol) kombinieren?Ja, aber sei vorsichtig. Wirkstoffe sind wirksam, weil sie die Haut „anregen“. Wenn du sehr empfindliche Haut hast, wähle eine hypoallergene Basiscreme, um die Hautbarriere wiederherzustellen.
Wie teste ich ein neues Produkt?Mache denPatch-Test: Trage eine kleine Menge des Produkts auf die Innenseite deines Unterarms oder hinter dein Ohr auf und warte 24 bis 48 Stunden, um zu sehen, ob eine Reaktion auftritt.
Hilft es gegen Falten?Hypoallergene Produkte konzentrieren sich in erster Linie aufHautberuhigungund Feuchtigkeitsversorgung. Sie zielen oft weniger auf aggressive Anti-Aging-Wirkung ab, aber eine beruhigte, mit Feuchtigkeit versorgte Haut sieht von selbst gesünder und glatter aus.
Warum reagiere ich trotzdem auf ein hypoallergenes Produkt?Dies kann an einer spezifischen Allergie gegen einen „sicheren“ Inhaltsstoff liegen oder daran, dass dieHautbarriereso geschädigt ist, dass sogar Wasser brennt.
Ist es auch für Babys geeignet?Ja, Babyprodukte sind fast immer hypoallergen, da die Babyhaut viel dünner ist und Substanzen schneller aufnimmt.
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