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So erkennst du Mikroplastik in deinen Kosmetikprodukten

So erkennst du Mikroplastik in deinen Kosmetikprodukten

So erkennst du Mikroplastik in deinen Kosmetikprodukten

Leider enthalten Kosmetika viel Mikroplastik. Ja, auch deine Kosmetika. Du wirst erstaunt sein, wie viel Mikroplastik darin steckt. Aber wie sieht es damit aus und wie erkennst du Mikroplastik in deinen Kosmetikprodukten? Im Folgenden erklären wir dir alles dazu.

Was ist Mikroplastik?

Kunststoff in der Umwelt zerfällt früher oder später in immer kleinere Teilchen. Mikroplastik sind alle Kunststoffteilchen, die kleiner als einen halben Zentimeter sind, oft jedoch so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind. Nanokunststoffe sind noch kleiner; sie sind selbst unter modernsten Mikroskopen kaum zu erkennen. Beide werden auch als sekundäre Mikroplastik bezeichnet. Hinzu kommt Mikroplastik, das durch Abnutzung entsteht, wie beispielsweise Fasern aus synthetischer Kleidung oder Abrieb von Autoreifen – das sogenannte primäre Mikroplastik. Dazu gehören auch Mikroplastikpartikel, die von Herstellern bewusst Pflegeprodukten oder Farben zugesetzt werden, da sie eine bestimmte Funktion erfüllen. Diese Mikroplastikpartikel gelangen über den Abfluss oder auf andere Weise leicht in die Umwelt.

Mikroplastik in Pflegeprodukten

Mikroplastik, das in Pflegeprodukten enthalten ist, wird bei der Anwendung mit dem Abwasser weggespült und gelangt schließlich in den Ozean. Das können bis zu 100.000 Partikel pro Peeling-Anwendung sein. Große Kosmetikunternehmen haben in den letzten Jahren zwar die Polyethylen-Partikel durch Alternativen ersetzt, die zum Peeling gedacht sind, verschweigen jedoch, dass ihre Produkte noch Dutzende anderer Mikroplastikpartikel enthalten können. Polyethylen ist in den unterschiedlichsten Kosmetika enthalten, darunter Eyeliner, Mascara, Lippenstifte, Puder und Hautpflegeprodukte. Die einzige Möglichkeit, Kunden die Garantie zu geben, dass Pflegeprodukte tatsächlich frei von jeglichem Mikroplastik sind, besteht darin, dass eine Marke dies selbst erklärt. Das „Look for the Zero“-Label, Teil der internationalen Kampagne „Beat the Microbead“, bietet diese Möglichkeit.

Lies das Produktetikett

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Kosmetika keine Kunststoffe enthalten, ist der erste Schritt oft, das Etikett Ihres Produkts zu lesen. Leider ist es auf den Etiketten von Kosmetika nicht immer leicht zu finden, aber es kann dennoch enthalten sein: Kunststoff. Keine großen Stücke, sondern kleine Partikel von 0,5 Millimetern oder kleiner, auch Mikroplastik genannt.

Diese Mikroplastikpartikel sind in der Grundmischung einiger Pflegeprodukte enthalten. „Zum Beispiel in Shampoo, Foundation, (Sonnenschutz-)Creme und Lippenstift“, erklärt Benjamin Hooi vom Niederländischen Kosmetikverband (NCV).

Durch den Kunststoff lassen sich die Produkte besser verteilen.

Mikroplastik wird Produkten zugesetzt, um sie besser streichfähig oder wirksamer zu machen:

  • Mikroplastik kann dafür sorgen, dass das Produkt besser wirkt.
  • Sonnencreme lässt sich dadurch besser verteilen.
  • Shampoo und Haarspülung lassen sich besser ausspülen.
  • Deodorant wird wirksamer.
  • Lippenstift lässt sich besser auftragen

Darüber hinaus gibt es Mikroplastik, das bewusst für die Peeling-Wirkung zugesetzt wird. Diese Partikel, auch Mikroperlen genannt, sind vor allem in Peelings und Zahnpasta enthalten. In abwaschbaren Produkten wie Shampoo und Duschgel werden Sie diese jedoch kaum noch finden.

Glücklicherweise hat die europäische Kosmetikindustrie beschlossen, Mikroperlen freiwillig aus diesen Produkten zu entfernen. Dies geschieht schrittweise. Bis 2020 sollen sie vollständig verschwunden sein. Derzeit sind bereits 98 Prozent der Produkte frei von diesen Kunststoffen, die durch natürliche Inhaltsstoffe wie Fruchtsamen, Sand und gemahlenen Bambus ersetzt werden.

Mikroplastik gelangt ins Wasser

Beim Duschen, Haarewaschen und Geschirrspülen gelangen Mikroplastikpartikel ins Wasser. Untersuchungen zufolge macht dies 0,3 Prozent (35.000 Tonnen) der Gesamtmenge an Plastik aus, die in Meere und Ozeane gelangt (12,2 Millionen Tonnen). Glücklicherweise werden als Alternative zu Mikroperlen zunehmend Fruchtkerne, Sand, gemahlener Bambus und Chilischoten verwendet.

Weniger Mikroplastik in Kosmetika

Mikroplastik lässt sich, genau wie Mikroperlen, durch natürliche Materialien ersetzen. Das ist jedoch nicht ganz so einfach. Bislang wurde noch kein geeigneter Ersatz gefunden. Manche Produkte müssten dann komplett neu entwickelt werden.

Wie entscheidet man sich für Produkte ohne Plastik?

Wer kein Plastik in seinen Kosmetika haben möchte, muss genau hinschauen. In der Inhaltsstoffliste sind Kunststoffe unter „Polymere“ zu finden, aber nicht alle Polymere sind Kunststoffe.

Die Plastic Soup Foundation hat Listen zusammengestellt, in denen alle 550 polymeren Stoffe aufgeführt sind, die Kunststoff enthalten. Außerdem kannst du auf Gütesiegel wie Ecocert Organic & Natural, NaTrue, Cosmebio Bio & Eco, BDIH und das Europäische Umweltzeichen achten. Darüber hinaus sind 60 Marken mit dem Label „Zero Plastic Inside“ als kunststofffrei zertifiziert.

Unsere plastikfreien Kosmetikmarken sind:

Häufig gestellte Fragen zu Mikroplastik in Kosmetika

  • Was genau sind Mikroplastikpartikel und warum sind sie in meiner Creme enthalten?
    Mikroplastikpartikelsind feste Kunststoffpartikel, die kleiner als 5 Millimeter sind. In Kosmetika werden sie als kostengünstiger Füllstoff, zur Verbesserung der Textur (für ein samtweiches Gefühl), als Bindemittel oder als Peelingpartikel (Mikroperlen) verwendet.
  • Sind Mikroplastikpartikel gesundheitsschädlich?
    Die Forschung ist noch in vollem Gange, doch die Bedenken nehmen zu. Mikroplastikpartikel können über die Haut (bei Hautverletzungen) oder durch Aufnahme über den Mund (beispielsweise bei Lippenstift) in unseren Körper gelangen. Zudem können sie schädliche Chemikalien an sich binden, die hormonstörend wirken können.
  • Wie erkenne ich Mikroplastik auf dem Etikett?
    Das ist schwierig, da es Hunderte von Bezeichnungen gibt. Die häufigsten sind:
    • Polyethylen (PE)
    • Polypropylen (PP)
    • Polyethylenterephthalat (PET)
    • Nylon (12, 6, 66)
    • Carbomer
    • Acrylat-Copolymer
  • Sind flüssige Kunststoffe dasselbe wie Mikroplastik?
    Nein, offiziell nicht, aber sie sind genauso umweltschädlich. Flüssige oder halbflüssige Polymere lösen sich in Wasser auf, bauen sich aber kaum ab. Sie gelangen über den Duschabfluss in die Kanalisation und schließlich in die Ozeane, wo sie in die Nahrungskette gelangen.
  • Gibt es ein Verbot für Mikroplastik?
    Seit Oktober 2023 gilt in der EU einVerbot der absichtlichen Zugabe von losem Mikroplastik zu Produkten. Dies begann mit einem Verbot vonGlitzerpartikelnundMikroperlenin Peelings. Für andere Kosmetika (wie Make-up und Cremes) gelten Übergangsfristen von 4 bis 12 Jahren, um den Herstellern Zeit für neue Rezepturen zu geben.
  • Wie trifft man eine plastikfreie Wahl bei Kosmetika? 
  • Nutze eine App:Mit der App „Beat the Microbead“kannst du die Inhaltsstoffliste scannen und erfährst sofort, ob (flüssiger) Kunststoff enthalten ist.
  • Entscheiden Sie sich für zertifizierte Naturkosmetik:Gütesiegel wieNaTrueoderCosmosverbieten die Verwendung von synthetischen Polymeren und Mikroplastik vollständig.
  • Achte auf das „Zero Plastic Inside“-Logo:Dies ist ein unabhängiges Gütesiegel für Marken, die zu 100 % frei von allen Kunststoffinhaltsstoffen sind.

Möchtest du weitere Informationen zu diesem Thema oder hast du Fragen? Dann schick uns eine E-Mail an: [email protected]

Strahlende Grüße, Sandra

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Über die Autorin

Mein Name ist Sandra van Leeuwen, Kosmetikerin und Beauty-Expertin seit 1998. Mit Viva Donna helfe ich dir, mit natürlichen Pflegeprodukten zu strahlen. Hoffentlich konnte ich dir mit diesem Blog weiterhelfen. Kontaktiere mich gerne für eine persönliche Hautpflegeberatung! Ich
bin gerne für dich da. Möchtest du mehr über mich erfahren?Lies hier mehr über mich