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Trägst du normale Sonnencreme auf oder bist du eher ein Fan von Sonnenschutzstiften und Sonnensprays? Aber warum? Findest du, dass man mit der Creme zu viel kleckert? Aber wirkt sie genauso gut? Ich werde dir alles darüber erzählen!
Dass Sonnenschutzstifte und-sprays in der Welt der Sonnencreme so beliebt sind, ist vielleicht gar nicht so verwunderlich. Sonnencreme in Stift- oder Sprayform lässt sich ohne Finger auftragen. Das ist attraktiv für Menschen, die keine „Sonnenhände“ mögen. Es bleibt ja doch immer ein bisschen klebrig.
Und beide Verpackungsformen dieser Sonnenschutzprodukte haben weitere Vorteile. Das Produkt aus einem Sonnenschutzstift haftet zum Beispiel besser, da es immer einen wachsartigen Inhaltsstoff enthält. Hast du schnell Probleme mit brennenden Augen, weil die Sonnencreme „verläuft“? Damit hast du bei einem solchen Stift keine Probleme. Ein Vorteil eines Sonnenschutzsprays ist, dass du deinen Sonnenschutz damit schnell auftragen kannst.
Außerdem ist ein Sonnenschutzstift superpraktisch, um ihn unterwegs in der Tasche mitzunehmen. Das sind in der Regel schön kleine Verpackungen, die nicht so viel Platz wegnehmen. Und du kannst ihn auch auf deine Lippen auftragen, wenn du deinen Lippenbalsam mit LSF vergessen hast.

Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Textur von Stiften kann sich auf der Haut weniger angenehm anfühlen, gerade weil die Creme etwas dickflüssiger ist. Man spürt sie wahrscheinlich etwas stärker auf der Haut. Vor allem Sonnenschutzstifte mit natürlichen Sonnenschutzfiltern können manchmal einen leichten weißen Schleier hinterlassen.
Außerdem erreicht ein solcher Stick nicht alle Stellen so gut wie deine Finger. Denk zum Beispiel an Stellen rund um die Nase oder die Ohren. So läufst du leider Gefahr, dort einen Sonnenschaden zu erleiden. Spray erreicht diese Stellen zwar, aber ein Nachteil von Sonnensprays ist wiederum, dass du beim Sprühen wahrscheinlich etwas vom Produkt einatmest.
Sowohl Sonnencreme als auch Sonnenschutzstifte und -sprays muss man nach dem Auftragen mit den Fingern verteilen. Der praktische Vorteil, dass man die Hände sauber hält, gibt es in der Praxis also nicht. Und es gibt noch einen weiteren Nachteil, den beide haben und den ich viel wichtiger finde: Man kann einen Stift oder ein Spray eigentlich nie wirklich gut auftragen, sodass sie die Haut ausreichend schützen.
UV-Kameras zeigen sehr deutlich, welches dieser drei Produkte am besten schützt. Das Ergebnis siehst du auf dem Foto unten. Und wie du sehen kannst, sprechen die Ergebnisse eine klare Sprache. Die altbewährte Sonnencreme lässt sich leicht verteilen, erreicht auch die schwer zugänglichen Stellen und ist hygienisch, sodass auch andere sie verwenden können.
Wie du an den Ergebnissen unten sehen kannst, funktioniert die Sonnencreme am besten. Wofür entscheidest du dich künftig?

Wie du im obigen Test sehen konntest, wirkt eine Sonnencreme mit Abstand am besten. Aber es gibt noch mehr, was du wissen musst, um deine Haut optimal zu schützen.
Für einen guten Schutz vor UV-Strahlung muss die Schicht der Sonnencreme auf deiner Haut dick genug sein. Bei gewöhnlicher Sonnencreme wissen wir, wie viel du dafür benötigst. Für dein Gesicht reicht beispielsweise ein halber Teelöffel aus.
Ein Sonnenschutzstift enthält jedoch keine flüssige Creme, sodass man nur schwer abschätzen kann, ob man genug davon aufträgt. Man muss also mit einem solchen Stick oft genug über die Haut streichen. Aber wie oft? Das ist schwer zu sagen: Das ist von Stick zu Stick unterschiedlich und hängt davon ab, wie fest man den Stick aufdrückt. Die Frage ist auch, ob man durch wiederholtes Reiben mit dem Stick tatsächlich mehr Sonnenschutz auf die Haut aufträgt. Und Ähnliches gilt für Sonnenspray. Auch hier trägt man schnell zu wenig auf. Wie viele Sprühstöße reichen aus? Und hilft das Verreiben nach dem Auftragen, um eine gleichmäßigere Schicht zu erzielen? Oder wird die Schicht dadurch dünner und muss man noch eine weitere Schicht aufsprühen?
Kurz gesagt: Vermutlich gelingt es dir nicht, mit einem Sonnenschutzstift oder Sonnensprays den auf der Verpackung angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen.
Eine Ausnahme möchte ich dennoch erwähnen. Ein Stick kann eine gute Ergänzung sein, zum Beispiel, wenn du derzeit überhaupt keine Sonnencreme um die Augen aufträgst, weil diese zu sehr brennt. Ein Sonnenschutzstift kann dann eine Lösung sein. Besser ein bisschen Schutz als gar keiner.
Mein Rat lautet also eigentlich, dich zu Hause mit Sonnencreme einzureiben, bevor du losgehst. Fährst du für einen Tag an den Strand oder ins Schwimmbad? Dann nimm diese Sonnencreme auf jeden Fall in deine Tasche mit, um dich nachcremen zu können.
Gehst du einen Tag lang shoppen, hast du wenig Platz in deiner Tasche oder bist du nicht so oft in der prallen Sonne, möchtest aber trotzdem etwas dabei haben? Dann steck einen Sonnenschutzstift in deine Tasche.
Stell dir die richtige Kombination zusammen!
Herzliche Grüße, Sandra
