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Hygiene ist sehr wichtig. Wenn man mit Teenagern zusammenlebt, ist das ein Thema, über das man wahrscheinlich ständig (sogar verzweifelt) diskutiert. Selbst wenn das nicht der Fall ist, hast du wahrscheinlich schon darüber nachgedacht, da die Temperaturen in letzter Zeit stark angestiegen sind und die Umstände (sowie die Pendelzeiten) schwieriger geworden sind: Wie oftsollte man eigentlichduschen? Welchen Körperteil muss man mehrmals täglich waschen und welchen Teil bekommt man nie zu 100 % sauber?
Ihrer Meinung nach hängt alles von drei Faktoren ab: der Schweißmenge, der Verdunstungsgeschwindigkeit und demMikrobiom, mit dem der Schweiß in Wechselwirkung steht. Dabei spielt nicht nur das Wetter eine Rolle, sondern auch der jeweilige Mensch und sogar dieKörperpartie.
Die Körperteile mit den meisten Schweißdrüsen– derIntimbereich, dieAchselhöhlenund möglicherweisedie Zehenzwischenräume – sind diejenigen, die man mindestens einmal am Tag waschen sollte. Der Rest? Das werde ich dir alles erklären.
Gute Hygiene bedeutet, dass du Gewohnheiten und Maßnahmen anwendest, um dich selbst, andere und deine Umgebung sauber und gesund zu halten und so Krankheitserreger (wie Bakterien, Viren oder Pilze) zu verhindern oder einzudämmen.
Regelmäßiges Händewaschen (vor dem Essen, nach dem Toilettengang, nach dem Aufenthalt im Freien)
Duschen und sich sauber halten
Zähne putzen (mindestens zweimal täglich)
Saubere Unterwäsche und Kleidung tragen
Die Fingernägel sauber und kurz halten
Beugt Infektionen wie Grippe, Lebensmittelvergiftung, Durchfall oder Hautausschlag vor
Schützt gefährdete Personen (Babys, ältere Menschen, Kranke)
Sorgt für ein frisches, angenehmes Lebensumfeld
Trägt zum Selbstvertrauen und Wohlbefinden bei
Wenn Menschen ihre Händegründlich und häufigerwaschen, könnten sie ihr Risiko fürInfektionskrankheiten erheblich senken. Nachdem wir nach Covid unsere Hygienegewohnheiten gelockert haben, steigt die Zahl der Lebensmittelvergiftungen. Einem aktuellen Bericht der britischen Health Security Agency zufolge ist die Zahlder Salmonellenfälleim Vereinigten Königreich im Vergleich zum Vorjahr um 17,1 Prozent gestiegen.
Wenn wir also unsere Hände vor und nach dem Berühren von Lebensmitteln sowie nach dem Toilettengang waschen, machen wir das dann auch richtig? Nicht wirklich. Das ist das Erste, was ich mache, wenn ich nach Hause komme, und bevor ich mich anziehe. Schließlich weiß man ja nicht, wo man sich in der Nacht gekratzt hat.
„Schwitzen ist eine Möglichkeit, die Körpertemperatur zu regulieren.“ Viele Menschen glauben, dass Körpergeruch durch Schweiß verursacht wird, doch frischer Schweiß ist eigentlich geruchlos. Körpergeruch entsteht vielmehr durch Bakterien, die auf der Hautoberfläche leben. Bakterien, die auf der Haut leben – insbesondere Staphylokokken – nutzen Schweiß als direkte Nahrungsquelle. Im Grunde genommen fressen sie ihn auf, und wenn sie deinen Schweiß abbauen, wird eine schwefelhaltige Verbindung freigesetzt, die sogenannten Thioalkohole. Das ist es, was du riechst.
In den Achselhöhlen befinden sich natürlich auch viele Schweißdrüsen, aber für Menschen mitbehaarten Achselhöhlen gilt: „Auch auf den Härchen lebenBakterien, was zu einer höheren Bakterienkonzentration pro Achseloberfläche führt. Wasche sie also täglich. Ich selbst wasche sie morgens, wenn ich aus dem Bett komme, bevor ich mein Deodorant auftrage. Und abends, bevor ich schlafen gehe.
Wasche deine Achseln niemals mit Seife. Seife tötet zwar die lästigen Bakterien ab, bringt aber auch das Gleichgewicht der Mikroorganismen durcheinander. Dadurch fängst du eigentlich nur noch stärker an zu riechen. Außerdem ist es ratsam, ein gutes Deo ohne Aluminium zu verwenden. Zum Beispiel Loveli-Deo. Dieses Deo bekämpft den Schweißgeruch wirklich perfekt! Sogar bei deinem Teenager!
Die Haut zwischen den Zehen ist faltig. Da es dort dunkel und warm ist (zumindest, wenn du Socken trägst), kann sie auch ein guter Nährboden für Bakterien und Schweiß sein. Aber darüber kannst du selbst entscheiden. Du kennst deine eigenen Füße.
Wenn deinGesicht nicht übermäßig schwitzt, warum solltest du es dann täglich waschen? Weil du es sehr oft berührst, oft ohne es zu merken. Was auch immer also auf deinen Händen ist, landet auf deinem Gesicht. Viele deiner Körperteile haben ein eigenes Mikrobiom, also mikrobielle Gemeinschaften, die auf oder in ihnen leben. Du kannst jedoch versehentlich Krankheitserreger(die krankheitsverursachendenMikroorganismen) von einem Körperteil auf den anderen übertragen, einfach indem du achtlos eine Oberfläche berührst oder an einem Körperteil kratzt und anschließend dein Gesicht berührst.
Außerdem gelangen tagsüber von außen Abfallstoffe auf dein Gesicht. Nachts regeneriert sich deine Haut und transportiert Abfallstoffe aus der Haut an die Hautoberfläche. Wasche dein Gesicht daher immer sowohl morgens als auch abends. Am besten mit milden Reinigungsprodukten, die für deine Haut geeignet sind.
Wir waschenunsereHaare meist vor allem aus ästhetischen Gründen, damit sie glänzend und sauber aussehen. Wenn du deine Haare jedoch zu oft wäschst, reizt das deine Kopfhaut. Die natürlich auf deiner Kopfhaut lebenden Bakterien werden dadurch nicht entfernt. Alle drei Tage sollten ausreichen. Verwende immer ein mildes Shampoo, das dein Haar pflegt!
Den Rest deines Körpers kannst du jeden zweiten Tag waschen. Aber ganz ehrlich: Bei diesem heißen Wetter möchtest du wahrscheinlich zweimal am Tag duschen!
Kannübermäßiges Duschen beispielsweise das empfindliche mikrobielle Gleichgewicht deiner Haut beeinträchtigen? Es gibt zahlreiche fundierte Studien, die belegen, dass das Mikrobiom beim Waschen der Haut vorübergehend abnimmt, sich aber wieder aufbaut. Darüber musst du dir also keine Sorgen machen.
Aber man kann sich zu oft waschen, vor allem, wenn man mehr als nur Wasser verwendet. Deine Hautzellen enthalten Lipide, die für die Gesundheit deiner Haut unerlässlich sind. Diese Lipide sind in normalem Wasser nicht löslich, wohl aber, wenn man ein Waschmittel hinzufügt. „Wenn du dich also zu oft wäschst, destabilisierst du damit eigentlich einige deiner Zellen. Das hat zur Folge, dass deine Haut sich rötet, gereizt wird und sogar bluten kann.“ Achte daher auf gereizte oder strapazierte Haut, passe deine Duschgewohnheiten entsprechend an und verwende ein mildes Duschgel ohne schädliche oder reizende Inhaltsstoffe.
Deine Fingernägel bekommst du leider nie zu 100 % sauber. Unter deinen Nägeln befinden sich viele Bakterien. Sie sind schmutziger als deine Zehennägel, da sie viel mehr Einflüssen ausgesetzt sind. Du kannst sie durch Schrubben sauberer machen, aber ganz sauber bekommst du sie nie. Aber keine Panik, dein Körper soll ja auch nicht steril sein. Sag das nur nicht deinem Teenager.
Wie oft gehst du unter die Dusche und wäschst dir die Haare? Lass es mich in den Kommentaren wissen!
Strahlende Grüße, Sandra von Viva Donna
