Worauf solltest du achten, wenn du eine plastikfreie und nachhaltige Sonnencreme kaufen möchtest, und was ist dir wichtig?
- Verpackungsmaterial
- mineralische oder synthetische Filter
- Nanopartikel und weißer Schleier
- Riffverträglich
- Erschwinglichkeit
- Spray, Stick, Dose, Flasche
- welcher Lichtschutzfaktor
- Inhaltsstoffe, die zu Reizungen führen können
- vegan
- palmölfrei
- mikroplastikfrei
Am liebsten hätte ich eine Sonnencreme, die all diese Eigenschaften vereint. Leider gibt es diese – noch – nicht. Manche kommen dem aber schon ziemlich nahe.
Was kannst du also tun, um die beste nachhaltige, plastikfreie Sonnencreme zu finden? Entscheide dich, welcher der oben genannten Punkte für dich am wichtigsten ist, und suche dir den passenden Lichtschutzfaktor (LSF) aus.
Im Folgenden werde ich näher auf die oben genannten Punkte eingehen.
- Plastikfreie Verpackungen: Bei den Verpackungsmaterialien hat man die Wahl zwischen Plastik, Biokunststoff, Papier und Blechdosen. Jedes hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Eine Plastikflasche ist meist nicht recycelbar, Biokunststoff ist ebenfalls nicht recycelbar, wird aber nicht aus Erdöl, sondern aus einem pflanzlichen Rohstoff wie Maisstärke hergestellt. Blech lässt sich gut recyceln oder wiederverwenden, aber es ist schon etwas gewöhnungsbedürftig, Sonnencreme mit dem Finger aus einer Dose zu entnehmen; außerdem gelangt beispielsweise eher Sand oder Ähnliches in die Dose. Das muss an sich natürlich kein Problem sein. Das Papier, in das ein Sonnencreme-Stick eingewickelt ist, darf wegen der Fettigkeit nicht ins Altpapier, sondern muss in den Restmüll, wo es bei der Verarbeitung weniger schädlich ist als Plastik im Restmüll. Der Ursprung von Papier ist natürlich ebenfalls erneuerbar (Bäume und/oder Recyclingpapier) im Gegensatz zu Plastik (Erdöl).
- Mineralische oder synthetische Filter: In den „normalen“ Sonnencrememarken werden meist synthetische Filter verwendet. Diese werden auch als organische oder chemische Sonnenschutzfilter bezeichnet. Der Vorteil ist, dass sich diese Sonnencreme gut verteilen lässt und gut in die Haut einzieht. Es dauert allerdings eine Weile, bis die Wirkung einsetzt, weshalb empfohlen wird, sich bereits eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad einzucremen. Mineralische oder anorganische Sonnenschutzfilter bilden eine Schicht auf der Haut und wirken daher sofort. Der Wirkstoff in mineralischen Sonnenschutzfiltern ist häufig Zinkoxid oder Titanoxid oder eine Kombination aus beiden. Diese Filter reflektieren und absorbieren sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen. Mineralische Sonnenschutzcremes zeichnen sich im Allgemeinen durch eine weniger gute Verteilbarkeit aus: den sogenannten weißen Schleier.
- Weißer Schleier. Wie stark dieser weiße Schleier ist, hängt von den darin enthaltenen Nanopartikeln ab. Zinkoxid sorgt für einen weißeren Schleier als Titandioxid. Stört dich der weiße Schleier? Dann verzichte auf eine nachhaltige anorganische Sonnencreme mit Zinkoxid. Das RIVM ist zu dem Schluss gekommen, dass sowohl Nanofilter als auch Nicht-Nanofilter nicht gesundheitsschädlich sind. Wie störend du den weißen Schleier empfindest, hängt davon ab, wie hell deine eigene Haut ist und wie gut bzw. wie dick du die Creme aufträgst. Das scheint eine ziemlich individuelle Angelegenheit zu sein.
- Reefsafe / nicht schädlichfür das Riff: Zinkoxid ist für Meereslebewesen schädlicher als Titanoxid. Von den synthetischen, organischen Filtern sind Oxibenzon, Octinoxat und PABA nachweislich schädlich für Meereslebewesen. Vermeide diese daher.
- Erschwinglichkeit: Sowohl organische als auch anorganische Sonnencremes unterscheiden sich enorm im Preis. Es ist keineswegs so, dass die anorganischen, mineralischen (nachhaltigen) Sonnencremes in allen Fällen teurer sind als die herkömmlichen.
- Spray, Dose, Flasche, Stick: Wie trägst du deine Sonnencreme auf? Ein Spray lässt sich leicht auftragen, aber es verflüchtigt sich viel Produkt, was schade ist. Eine Dose ist nicht immer besonders hygienisch, aber nachfüllbar und gut recycelbar. Eine Flasche oder Tube ist praktisch, sofern der Verschluss gut dicht hält. Ein Papierstift ist praktisch, sofern das Produkt nicht zu flüssig wird und in der Tasche ausläuft.
- Welcher Lichtschutzfaktor (LSF): Früher wurde man einfach mit LSF 6 eingecremt, heute beträgt der Mindestwert 20. Der Unterschied zwischen 20 und 30 ist nicht sehr groß. LSF 50 ist für anorganische, nachhaltige Sonnencremes noch nicht realisierbar.

8. Inhaltsstoffe: Inhaltsstoffe, die zu Reizungen führen können, sind meist Duftstoffe und Alkohol. Wenn du darauf empfindlich reagierst, wähle eine parfümfreie Sonnencreme.
Die folgenden Inhaltsstoffe sollten in deiner Sonnencremenichtenthalten sein:
- Oxybenzon
- Octinoxat
- Oxtocrylen
- Butylparaben
- Octinoxat (Octinoxat oder Octylmethoxycinnamat)
- 4-Methylbenzylidin-Kampfer (Enzacamene, 4-MBC)
9. Vegan: Achte darauf, dass deine nachhaltige mineralische Sonnencreme kein Bienenwachs enthält.
10. Palmölfrei: Es gibt noch keine App, mit der man auf Palmöl prüfen kann. Alle Inhaltsstoffe, die Palmöl enthalten, findest du aufpalmolie.info. Dort findest du eine sehr lange Liste. Übrigens: Wenn kein Palmöl enthalten ist, wird dies meist auf der Verpackung angegeben. Manchmal wird nachhaltig angebautes Palmöl verwendet; ist dies der Fall, wird dies in der Regel ebenfalls bei den Inhaltsstoffen angegeben. Übrigens: Palmöl durch ein anderes Pflanzenöl zu ersetzen, ist nicht immer die Lösung, aber das ist wieder ein Thema für einen anderen Blog und würde hier zu weit führen.
11. Mikroplastikfrei: Scanne die Inhaltsstoffe mit der kostenlosen App „Beat the Microbead“. Dienachhaltigen und plastikfreien Sonnencremes von HappySoaps und Loveli enthalten kein Mikroplastik.
Von unseren Sonnencrememarken werden wir im Folgenden aufzeigen, wofür sie stehen:
