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Gestern habe ich eine Wiederholung der „Radar“-Sendung vom 11. Dezember 2023 über den möglichen Gehalt an PFAS in Make-up-Produkten gesehen. Natürlich habe ich mich sofort mit dem Thema beschäftigt. Stimmt es wirklich, dass Make-up diese schädlichen PFAS enthält? Welche Auswirkungen haben PFAS auf den Körper? Welche Make-up-Produkte enthalten keine PFAS? Ich habe das für dich recherchiert und werde dir im Folgenden alle meine Erkenntnisse mitteilen, damit du dein Make-up bedenkenlos verwenden kannst.
Möchtest du dir die Sendung selbst noch einmal ansehen? Dann klicke hier ->
„PFAS“ (Abkürzung für Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) ist ein Sammelbegriff für Schadstoffe mit derselben Art von chemischer Verbindung. Warnhinweise zu PFAS in deinen Pfannen kommen dir vielleicht bekannt vor. Aber die Schadstoffe sind in weiteren Produkten enthalten, darunter also auch in vielen Kosmetikprodukten.
Aber warum werden PFAS in deinem Make-up verarbeitet? Diese von Fluor abgeleiteten PFAS-Stoffe sind fett-, schmutz- und wasserabweisend. Das ist also praktisch für Antihaftbeschichtungen in Pfannen und beispielsweise für deine wasserfeste Wimperntusche. Wer sich jedoch regelmäßig PFAS aussetzt, geht Gesundheitsrisiken ein.
PFAS, auch „Forever Chemicals“ genannt, verbleiben lange Zeit in deinem Körper. Sie können Gesundheitsprobleme verursachen. Dazu gehören Hormonstörungen, ein geschwächtes Immunsystem und ein erhöhtes Krebsrisiko. Sie belasten die Umwelt, da sie nicht abbaubar sind. Sie gelangen in den Boden und ins Wasser und stören dadurch das Ökosystem. Letztendlich landen sie auf unserem Teller. Entscheide dich für PFAS-freies Make-up. So triffst du eine gesunde Wahl für dich selbst. Außerdem trägst du zu einer saubereren Welt bei!
Sind PFAS auch in Kosmetika enthalten? Das habe ich mich gefragt. Ja, auch in herkömmlichen Kosmetika sind PFAS enthalten, man denke dabei vor allem an wasserfeste Mascaras. Aber leider nicht nur in wasserfesten Mascaras – laut Untersuchungen werden PFAS auch in Foundation, Augen-Make-up und Lippenstiften verarbeitet und gefunden.
Wer täglich Make-up mit PFAS verwendet, kommt direkt mit diesen Schadstoffen in Kontakt. Während bei Lebensmitteln die PFAS-Menge sehr wohl kontrolliert wird, ist dies bei Make-up nicht der Fall. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat zwar Richtlinien für eine Höchstmenge an PFAS über die Nahrung oder das Trinkwasser festgelegt, jedoch nicht für PFAS, die über die Haut aufgenommen werden.
Der festgelegte PFAS-Grenzwert liegt bei über einem halben Gramm pro Tag, doch wenn man täglich viele Kosmetikprodukte verwendet, überschreitet man diesen Grenzwert schnell. Das erklärt der Toxikologe Jacob den Boer gegenüberRadar.
Das Besorgniserregende an PFAS ist, dass sie nicht schnell aus unserem Körper verschwinden. Nach dem Auftragen von Kosmetika dauert es fünf Jahre, bis die Hälfte der aufgenommenen PFAS-Menge vom Körper abgebaut ist. Danach ist es wieder die Hälfte der Hälfte. Dies wird auch als Halbwertszeit bezeichnet.
Durch diesen sich wiederholenden Prozess bleiben PFAS langfristig in unserem Körper vorhanden. Wenn du jeden Tag erneut PFAS über Produkte in deinen Körper gelangen lässt, steigt die Menge der vorhandenen PFAS immer weiter an. So kann der Abbau von PFAS durch den Körper länger dauern, als du vielleicht gedacht hast.
In Kosmetika findet man in den Niederlanden selten PFAS. Sollten Sie dennoch PFAS in Kosmetika entdecken, besteht kein Grund zur Sorge. Ganz einfach, weil alle Kosmetikprodukte, die in der EU auf den Markt gebracht werden, einer strengen Risikobewertung unterzogen werden. Ein solides Sicherheitsdossier mit großzügigen Sicherheitsmargen gewährleistet, dass keine Risiken bestehen. Wenn auf dem Etikett ein Inhaltsstoff aus der PFAS-Familie aufgeführt ist, liegt dieser per Definition in einer so geringen Dosis vor, dass er für die Gesundheit unbedenklich ist. Andernfalls würde das Produkt die strenge Bewertung niemals bestehen.
Die wissenschaftliche Risikobewertung von Kosmetikwirkstoffen bildet den Eckpfeiler der europäischen Kosmetikvorschriften. Das unabhängige Gremium SCCS (Scientific Committee On Consumer Safety) bewertet das Risiko von Inhaltsstoffen anhand strenger wissenschaftlicher Kriterien. Auch mögliche hormonstörende Wirkungen fließen in die Bewertung ein, und zwar unter Berücksichtigung großzügiger Sicherheitsmargen.
Obwohl Krebs eines der schwerwiegendsten Risiken darstellt, ist es wichtig zu beachten, dass solche Folgen erst bei einer hohen PFAS-Konzentration auftreten.
Es besteht vor allem ein hohes Risiko, dass das Immunsystem durch diese Stoffe beeinträchtigt wird, wodurch der Körper anfälliger für Krankheiten und Entzündungen wird. Darüber hinaus können PFAS die Reaktion auf Impfungen abschwächen, während auch der Cholesterinspiegel sowie die Funktion von Leber und Schilddrüse beeinflusst werden können.
PFAS gehören zudem zu den sogenannten hormonstörenden Substanzen.
Lies auch meinen Artikel über hormonstörende Inhaltsstoffe ->
Als Verbraucher scheint es sehr schwierig zu sein, herauszufinden, ob das Make-up, das man in Drogerien und Parfümerien kauft, PFAS enthält.
Es gibt jedoch bestimmte Gütesiegel, mit denen man überprüfen kann, ob Produkte keine PFAS enthalten. Diese Gütesiegel sind: das Europäische Umweltzeichen und das skandinavische Nordic Swan-Zeichen.
Anhand des Etiketts lässt sich überprüfen, ob bestimmte Stoffe in einem Produkt enthalten sind. Auf jedem Produkt befindet sich die sogenannte INCI-Liste, die alle verwendeten Inhaltsstoffe in aller Transparenz aufführt.
Vor allem in wasserfester Wimperntusche findet man PFAS. Eine wasserabweisende Wirkung lässt sich nur durch den Einsatz einer chemischen Substanz erzielen. Ich werde oft gefragt, ob ich wasserfeste Mascaras im Sortiment habe, aber in der Naturkosmetik ist die Herstellung solcher Produkte nicht möglich. Es gibt zwar wasserabweisende Mascaras, aber für echte Wasserfestigkeit braucht man offenbar doch chemische Stoffe. Und willst du die wirklich auf deinen Wimpern, so nah an deinen Augen?! Nicht umsonst gibt es so viele Reizungen durch … ja, genau: wasserfeste Mascaras.
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Die Make-up- und Kosmetikmarken, die ich verkaufe, enthalten keine PFAS oder andere hormonstörende Inhaltsstoffe. Du kannst die Marken ZAO Make-up,Loveli, Rosalique, Laouta, Le Beach, Little Urchrin und Divaderme also bedenkenlos verwenden!
Hier habe ich einige praktische Tipps für dich zur Auswahl sicherer, natürlicher Produkte, damit du mühelos durch den Beauty-Dschungel navigierst:
Hier sind einige schnelle und praktische Tipps, um PFAS auf Produktetiketten zu erkennen. So kaufst du nie wieder versehentlich diese „Forever Chemicals“:
Warum solltest du dich für PFAS-freies Make-up entscheiden? Es ist nicht nur besser für deine Gesundheit, sondern auch für deine Haut. PFAS-freie Produkte sind oft milder, beugen Hautirritationen vor und sorgen dafür, dass deine Poren nicht verstopfen. Und das bedeutet eine reinere, gesündere Haut!
Strahlende Grüße, Sandra von Viva Donna
