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Pflegst du dein Haar immer noch mit aggressiven Sulfaten?

Pflegst du dein Haar immer noch mit aggressiven Sulfaten?

Die verborgene Wahrheit in deinem Badezimmer: Was machen chemische Reinigungsmittel mit deinem Haar?

Du steigst unter die Dusche, massierst eine ordentliche Portion Shampoo ein und genießt die dicke Schaumschicht. Es fühlt sich sauber, luxuriös und wirksam an. Aber hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was dieser Schaum eigentlich genau ist? Für viele von uns ist das tägliche Haarewaschen eigentlich ein chemischer Prozess, der mehr Schaden anrichtet, als wir denken. Und dabei haben wir noch gar nicht über die Spülung gesprochen, die oft Silikone enthält.
In diesem Blog tauchen wir tief in die Inhaltsstoffliste deiner Haarpflegeprodukte ein. Warum sind diese chemischen Reinigungsmittel darin enthalten, und warum entscheiden sich immer mehr Menschen für eine „saubere“ Alternative?
 
 

Was sind Sulfate eigentlich?

Wenn wir über chemische Reinigungsstoffe in Shampoos sprechen, meinen wir meistSulfate. Die bekanntesten sindSodium Lauryl Sulfate (SLS)undSodium Laureth Sulfate (SLES).
Wissenschaftlich gesehen handelt es sich dabei um „Tenside“ (oberflächenaktive Stoffe). Sie senken die Oberflächenspannung von Wasser, wodurch es sich leichter mit Fett und Schmutz vermischt. Das Ergebnis? Eine kraftvolle Reinigung und dieser typische Schaum. Aber es gibt ein Problem: Sulfate unterscheiden nicht zwischen überschüssigem Fett und den notwendigen, natürlichen Ölen (Talg), die Ihre Kopfhaut schützen.

Die Kehrseite des „blitzsauberen“ Gefühls

Wenn dein Haar durch aggressive Reinigungsmittel zu stark gereinigt wird, treten häufig drei Probleme auf:
  1. Die Erschöpfung deines Haares:Ohne natürliche Öle wird der Haarschaft trocken und spröde. Dies führt zu Spliss und Haarbruch.
  2. Kopfhautirritationen:Für Menschen mit empfindlicher Haut sind Sulfate ein Albtraum. Juckreiz, Rötungen und sogar Schuppen sind oft nicht die Folge einer „verschmutzten“ Kopfhaut, sondern gerade einer Kopfhaut, die durch chemische Substanzen ausgetrocknet wurde.
  3. Der Teufelskreis fettiger Haare:Wenn du die Kopfhaut aggressiv von Fett befreist, schaltet dein Körper in den Überlebensmodus. Das Ergebnis? Deine Kopfhaut produziert noch mehr Talg, um den Mangel auszugleichen. Dadurch werden deine Haare schneller fettig und du musst sie häufiger waschen.

Mehr als nur Sulfate: Die „stillen Killer“

Neben den Reinigungsstoffen selbst enthalten herkömmliche Haarpflegeprodukte oft noch weitere Inhaltsstoffe, die bedenklich sind:
  • Silikone (die Scheinklösung):Silikone legen einen kunststoffartigen Film um dein Haar, sodass es glänzt und sich weich anfühlt. Dieser Film versiegelt das Haar jedoch auch, sodass Feuchtigkeit nicht mehr ins Innere gelangen kann. Das Ergebnis sind Ablagerungen, die dein Haar schwer und leblos machen.
  • Parabene:Diese Konservierungsstoffe sorgen dafür, dass dein Shampoo jahrelang haltbar bleibt, gelten jedoch als endokrine Disruptoren, da sie die Wirkung von Östrogen nachahmen können.
  • Synthetische Duftstoffe:„Ocean Breeze“ oder „Floral Dream“ riechen zwar gut, doch die Chemikalien hinter diesen Düften sind oft die Hauptverursacher allergischer Reaktionen.

Wie erkennt man sie auf dem Etikett?

Das Lesen einer Inhaltsstoffliste (INCI) kommt einem oft vor wie das Entziffern einer toten Sprache. Achte bei deinem nächsten Einkauf auf diese Begriffe, wenn du Chemikalien vermeiden möchtest:
  • Sodium Lauryl Sulfate (SLS)
  • Natriumlaurethsulfat (SLES)
  • Ammoniumlaurylsulfat (ALS)
  • Dimethicone / Cyclomethicone(Silikone)
  • Methylparaben / Propylparaben

Weitere reizende und störende Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten

Neben Sulfaten und Silikonen gibt es noch weitere Inhaltsstoffe, die Reizungen, Allergien oder Austrocknung verursachen können. Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten „unerwünschten“ Stoffe, auf die Sie achten sollten:
 
1. Austrocknende Alkohole
  • Zu vermeiden:Alkohol Denat, Ethanol, Isopropylalkohol, SD-Alkohol 40.
  • Sichere Ausnahme:Fettalkohole wieCetearyl-, Cetyl-undStearylalkoholwirken hingegen feuchtigkeitsspendend und pflegend.
2. Aggressive Konservierungsstoffe
Um Produkte lange haltbar zu machen, werden Stoffe verwendet, die die Haut reizen oder hormonstörend wirken können.
  • Formaldehyd-Freisetzer:Diese Stoffe setzen langsam Formaldehyd frei, einen bekannten Karzinogen, der zudem schwere Hautreizungen verursachen kann. Achten Sie auf Bezeichnungen wieDMDM Hydantoin, Diazolidinyl UreaundQuaternium-15.
  • Isothiazolinone:Starke Allergene, die häufig Kontaktdermatitis auf der Kopfhaut verursachen. Achten Sie aufMethylisothiazolinone (MIT)undMethylchloroisothiazolinone.
3. Synthetische Duft- und Farbstoffe
Duftstoffe sind die häufigste Ursache für kosmetische Allergien.
  • „Parfum“ oder „Fragrance“:Ein Sammelbegriff für Hunderte von Chemikalien, die Hersteller nicht einzeln auflisten müssen.
  • PPD (Para-Phenylendiamin):Ein Stoff in Haarfärbemitteln (und manchmal auch in Shampoos für coloriertes Haar), der dafür bekannt ist, schwere allergische Reaktionen auszulösen.
4. Sonstige Reizstoffe
  • Phthalate:Werden oft verwendet, um Düfte länger anhalten zu lassen, gelten jedoch als endokrine Disruptoren.
  • Natriumchlorid (Kochsalz):Wird als kostengünstiges Verdickungsmittel in Shampoos verwendet. Es kann jedoch die Kopfhaut austrocknen und Reizungen verursachen, insbesondere nach einer Keratinbehandlung.
  • Propylenglykol (PEG): Hilft anderen Substanzen, tiefer in die Haut einzudringen, kann bei empfindlicher Kopfhaut jedoch zu Juckreiz und Schuppenbildung führen.

Wie erkennt man sie schneller?

Du kannst Inhaltsstofflisten über Websites wieEWG Skin Deepoder Apps wieYuka überprüfen, um sofort zu sehen, ob ein Produkt reizende Stoffe enthält.
 

Sind in meinen Haarpflegeprodukten Silikone enthalten?

Silikone sind synthetische Stoffe, die eine schützende Schicht um dein Haar legen. Obwohl sie dein Haar sofort weich und glänzend machen, gibt es viele Diskussionen über ihre langfristigen Auswirkungen auf die Haargesundheit.

Was bewirken Silikone in Ihrem Haar?

Silikone wirken wie eine Art „flüssiger Kunststoff“, der die Haarschuppen glättet.
  • Sofortiger Glanz:Sie lassen stumpfes Haar sofort glänzen und sich geschmeidig anfühlen.
  • Schutz:Sie bilden eine Barriere gegen die Hitze von Stylinggeräten und schützen vor Luftfeuchtigkeit (Frizz).
  • Entwirren:Das Haar verfilzt weniger schnell und lässt sich leichter durchkämmen.

Die Kehrseite: Ablagerungen und Versiegelung

Der größte Nachteil ist, dass viele Silikone nicht wasserlöslich sind.
  • Ablagerungen:Bei jeder Haarwäsche schichten sich die Schichten übereinander, wodurch das Haar schwer und leblos wird und mit der Zeit sogar stumpf aussieht.
  • Versiegelung:Die Schicht kann so dick werden, dass Feuchtigkeit und pflegende Inhaltsstoffe den Haarschaft nicht mehr erreichen können, was letztendlich zu trockenem und brüchigem Haar führt.
  • Teufelskreis:Um diese hartnäckigen Silikone zu entfernen, benötigt man oft aggressiveSulfate, die das Haar wiederum weiter austrocknen.
So erkennst du sie auf dem Etikett
Du kannst Silikone identifizieren, indem du nach Inhaltsstoffen suchst, die auf „-cone“ enden
  • -cone(z. B.Dimethicone)
  • -conol(z. B.Dimethiconol)
  • -siloxane(z. B.Cyclopentasiloxane)
Wasserlösliche Silikone (die „gute“ Variante)
Es gibt auch Varianten, die sich mit Wasser auswaschen lassen und daher keine schädlichen Ablagerungen verursachen. Diese sind an der VorsilbePEGoder an Bezeichnungen wie den folgenden zu erkennen:
  • Dimethicon-Copolyol
  • Lauryl-Methicon-Copolyol
  • PEG-8-Dimethicon

Der Umstieg auf Naturprodukte: Was kannst du erwarten?

Wenn du dich entscheidest, auf sulfatfreie und natürliche Haarpflege umzusteigen, solltest du dich auf eine „Entgiftungsphase“ einstellen. Dein Haar kann sich in den ersten zwei Wochen etwas schwerer oder auch fettiger anfühlen, während deine Kopfhaut ihr natürliches Gleichgewicht wiederherstellt.
Aber bleib dran! Nach dieser Phase wirst du feststellen, dass dein Haar einen natürlicheren Glanz bekommt, sich deine Kopfhaut beruhigt und du dein Haar seltener waschen musst.
 

Häufig gestellte Fragen zur Haarpflege mit schädlichen Inhaltsstoffen

  • Warum ist viel Schaum nicht immer gut?Viel Schaum deutet oft auf aggressive Sulfate wie SLS oder SLES hin. Das sorgt zwar für ein „sauberes“ Gefühl, entzieht deiner Kopfhaut jedoch ihre natürliche Schutzschicht, was zu Reizungen, Juckreiz oder übermäßiger Talgproduktion (fettiges Haar) führen kann.
  • Was ist langfristig der Nachteil von Silikonen?Silikone lassen dein Haar sofort glänzen, aber nicht wasserlösliche Varianten (wieDimethicone) lagern sich ab (Build-up). Dies „erstickt“ den Haarschaft, wodurch Feuchtigkeit nicht mehr eindringen kann und das Haar schließlich trocken und leblos wird.
  • Sind alle Alkohole in Haarpflegeprodukten schlecht?Nein. „Kurzkettige“ Alkohole (wieAlcohol DenatoderEthanol) trocknen das Haar aus. Fettalkohole (wieCetyl-oderStearylalkohol) wirken hingegen eher pflegend und feuchtigkeitsspendend.
  • Kann Shampoo Kopfhautirritationen oder Allergien auslösen?Ja, Shampoo und Spülung sind häufige Auslöser von Kontaktdermatitis. Übeltäter sind oft synthetische Duftstoffe, Konservierungsmittel wieMethylisothiazolinon(MIT) oder aggressive Reinigungsstoffe.
  • Sind Parabene wirklich gefährlich?Parabene stehen im Verdacht, hormonstörend zu wirken, da sie Östrogen nachahmen können. Obwohl sie das Bakterienwachstum wirksam verhindern, entscheiden sich viele Menschen vorsichtshalber für parabenfreie Produkte.
  • Was versteht man unter „Greenwashing“ bei Haarpflegeprodukten?Marken präsentieren sich manchmal als „natürlich“ oder „grün“, obwohl sie dennoch schädliche Inhaltsstoffe enthalten. Es ist daher wichtig, die Inhaltsstoffliste (INCI) zu überprüfen, anstatt sich nur auf die Werbetexte zu verlassen.
  • Was hilft gegen Silikonablagerungen?Um hartnäckige Silikone zu entfernen, ist oft ein Shampoo mit Sulfaten erforderlich. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, solltest du besser auf wasserlösliche Silikone oder vollständig silikonfreie Produkte umsteigen
Fazit: Dein Haar hat Besseres verdient
Ein gesunder Haarschopf beginnt mit einer gesunden Grundlage. Indem du die schädlichen Inhaltsstoffe in deinen Produkten kritisch unter die Lupe nimmst, gibst du deinem Haar die Chance, sich selbst zu regenerieren. Entscheide dich also für natürliche Haarpflege.
 

Strahlende Grüße, Sandra

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Über die Autorin

Mein Name ist Sandra van Leeuwen, Kosmetikerin und Beauty-Expertin seit 1998. Mit Viva Donna helfe ich dir, mit natürlichen Pflegeprodukten zu strahlen. Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Blog weiterhelfen. Kontaktiere mich gerne für eine persönliche Hautpflegeberatung! Ich
stehe dir gerne zur Verfügung. Möchtest du mehr über mich erfahren?Lies hier mehr über mich